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Fair wohnen und mieten

Längst ist bekannt, dass die Einkommen langsamer steigen als sich die Mietpreise erhöhen. Das führt zu enormen Problemen, die gerade die Bürgerinnen und Bürger in unserer Region spüren. Wohnraum für kleine und große Familien ist kaum verfügbar oder eben zu teuer. Doch es gibt Lösungen, die ich angehen will:
  • Wohnungstausch: Ältere Menschen wohnen oft noch in der Wohnung, in der sie ihre Kinder großgezogen haben. Sie wünschen sich in der Regel kleinere Wohnungen, die sie selbst besser bewältigen und günstiger beheizen können. Doch die Miete einer kleineren Wohnung ist teurer als die aktuelle. Warum nicht die Wohnungen tauschen und die Miete mitnehmen?
  • Leerstand bekämpfen: Sind mehr Wohnungen verfügbar, wirkt das weiteren Mietpreiserhöhungen entgegen. Denn bei einer größeren Auswahl können die Mieterinnen und Mieter entscheiden, ob ein Preis gerechtfertigt ist. Wer eine Immobilie besitzt, soll verpflichtet werden, diese nutzbar zu machen.
Leerstand und Mietpreise treffen die Menschen aber nicht nur beim Wohnen. In ganz Sachsen-Anhalt stehen immer mehr Gewerberäume leer, weil etablierte und junge Unternehmen sie sich nicht mehr leisten können. Auch hier werde ich mich stark machen:
  • Grundsteuer für Leerstand erhöhen: Wer seine Gewerberäume Kommune und Gemeinschaft nicht anbietet bzw. zugänglich macht, sollte mit einer deutlich höheren Grundsteuer bestraft werden. Damit sie an der richtigen Stelle ankommt, darf sie natürlich nicht auf andere Mieterinnen und Mieter der Immobilie übertragen werden. Immobilienbesitzer müssten diese Steuer allein bezahlen und sollen so zu geringeren Mietpreisen gezwungen werden.
Stefan Garthoff will, dass Wohnen und Mieten fair ist
Stefan Garthoff ist stellvertretender Vorsitzender im DMB (Deutscher Mieterbund) und Mitglied im Finanz- und Vergabeausschuss des Gemeinderates Naumburg